Wertpapiere für Anfänger - Teil 2 - Basics

Um überhaupt Wertpapiere handeln zu können ist eines essentiell wichtig: ein Wertpapierdepot.

Ein Depot ist eine Art Konto in dem eure Wertpapiere verwahrt werden. Dabei werden sie nicht tatsächlich, sondern nur in digitaler Form dort aufbewahrt. Sogenannte effektive Stücke, also Aktien in Papierform, gibt es heutzutage auch fast gar nicht mehr. Ein Depot gibt es Online bei den verschiedensten Anbietern oder direkt bei eurer Hausbank. Natürlich gibt’s das Ganze meist nicht umsonst. Daher beachtet ihr besser die genauen Bedingungen (Preise, etc.) bevor ihr euch für eine Bank entscheidet. Natürlich bieten euch diverse Anbieter auch eine Kostenfreiheit an, sobald ihr z.B. einen monatlichen Fondssparplan abschließt. Nicht nur die Depots haben oftmals Jahresgebühren, sondern die einzelnen Transaktionen (Käufe und Verkäufe) kosten Geld. Hier gibt es erfahrungsgemäß weit größere Unterschiede als bei den Jahreskosten.

Nun zu den Transaktionsgebühren:

Man muss hier nach den einzelnen Wertpapierkategorien unterscheiden.

 

Starten wir mit den Investmentfonds:

 

Ein Investmentfonds hat generell keine direkten Transaktionsentgelte. Hierbei erfolgt die Verrechnung über einen Ausgabeaufschlag. Dieser wird nach dem Kauf eines Fondsanteils indirekt verrechnet:

- vereinfachtes Beispiel: Ihr kauft mit einen Betrag von 100€ einen Fonds der einen Ausgabeaufschlag von 5% hat, somit beträgt euer Depotbestand 95€.

Zusätzlich zu den Ausgabeaufschlägen gibt es noch jährliche Verwaltungskosten. Diese Verwaltungskosten setzen sich in der Regel aus Vertriebsprovisionen, Verwaltungsgebühren und Managementgebühren zusammen.

Die verschiedenen Investmentgesellschaften bieten sowohl ClassicFonds (CF) als auch TradingFonds (TF) an. TradingFonds zeichnen sich dadurch aus, dass hierbei kein Ausgabeaufschlag verlangt wird. Sie eigenen sich somit für kurz- bis mittelfristiger Investments, haben aber dafür auch etwas höhere Verwaltungskosten als ClassicFonds.

ClassicFonds eigenen sich eher für langfristige Investments. Bei dieser Form des Wertpapiers wird der eben beschriebene einmalige Ausgabeaufschlag verlangt. Der Vorteil ist die geringere Verwaltungsgebühr. Falls Ihr die Investition in einen ClassicFonds erwägt ein kleiner Tipp: die Anlagedauer sollte in der Regel dem Ausgabeaufschlag in Jahren entsprechen (5% Ausgabeaufschlag beutet also mindestens 5 Jahre). Das ist zwar keine zuverlässige Größe, aber dient als Orientierung über den Anlagehorizont eurer Investition.

Anders funktioniert es bei Aktien:

 

Diese Wertpapiergattung hat sogenannte Ordergebühren. Diese sind von Depotanbieter, Handelsplatz und Auftragsvolumen abhängig. Sie liegen im Durchschnitt zwischen ca. 5-20€ pro Trade (ausgeführter Auftrag).

 

Fonds können mit festen Anlagesummen gekauft werden. Ihr legt den Kaufbetrag fest und bekommt dafür eine gewisse Stückzahl. Die Stückzahl richtet sich nach dem Ausgabepreis und dem Betrag der investiert wird.

(Bsp.: Ausgabepreis des Fonds beträgt 46,53€. Ihr kauft für 100€. Somit habt ihr 2,15 Anteile erworben).

Bei Aktien werden jedoch nur volle Anteile gekauft, sodass die Stückzahl und der Kurs den Anlagebetrag bestimmen.

(Bsp.: Kurs der Aktie beträgt 50,67€. Ihr kauft 100 Stück. Somit habt ihr 5.067€ angelegt).

Wenn nun die Aktien oder Fonds gute Kursentwicklungen erzielt haben, könnt ihr diese natürlich auch wieder verkaufen.

 

Bei Fonds geht das über die Investmentgesellschaft über die sie gekauft wurden oder über die Börse. Bei Aktien hingegen meist nur über die Börse.

Nun haben wir viel über Aktien und Fonds geschrieben. Es fragt sich jetzt wahrscheinlich der ein oder andere was das genau ist? Diese Frage möchte ich im nächsten Teil beantworten. Dabei werden wir auch noch weitere Interessante Wertpapiere erklären.

 

Also bleibt gespannt!