Wertpapiere für Anfänger Teil 3 - Investmentfonds

Teil 3. Verschiedene Formen von Wertpapieren

 

In den vorangegangenen Teilen haben wir bereits viel über einige Arten von Wertpapieren geschrieben. Dadurch sind sicherlich auch Fragen bei euch entstanden. „Was ist ein Investmentfonds oder eine Aktie?“. „Worin unterscheiden sich diese Arten von Wertpapieren voneinander?“. Nun möchten wir euch in kurzer Form einige Wertpapierarten vorstellen. 

Investmentfonds

Bei einem Investmentfonds handelt es sich um verschiedene gebündelte Vermögenswerte. Die Bündelung, Verwaltung sowie Anlage übernimmt eine Investmentgesellschaft bzw. eine Kapitalanlagegesellschaft für euch.  Die Gesellschaft sammelt die Gelder der Anleger in einem sogenannten Sondervermögen zusammen. Aus diesem Sondervermögen werden anschließend, je nach Art des Fonds, verschiedene Vermögenswerte angeschafft.
Investmentfonds mischen für den Anleger verschiedene Risiken. Das erreichen sie durch die bereits beschriebene Anlage in unterschiedliche Vermögenswerte. Zudem unterscheiden sich wiederum nach dem Segment, in dem der Fonds investiert.
So gibt es (um nur einige zu nennen) Rentenfonds, Mischfonds, Aktienfonds, Dachfonds und Geldmarktfonds. Diese sind meiner Meinung nach erstmals die Wichtigsten.

Rentenfonds

„Renten“ hört sich im ersten Moment nach Altersbezügen an, beschreibt aber in der Finanzwelt verzinsliche Wertpapiere. Das können beispielsweise Staats- oder Unternehmensanleihen sein. Dabei wird meist darauf geachtet, in Anleihen solventer Staaten bzw. Unternehmen zu investieren, um ein geringeres Risiko für den Anleger zu erreichen.

Mischfonds

Wie der Name schon sagt, gibt es bei Mischfonds eine Mischung. Die Mischung bezieht sich auf unterschiedliche Wertpapiere. Zumeist ist das Ziel der Fondsgesellschaft in dieser Fondsart unterschiedliche Gewichtungen der verschiedenen Wertpapiere zu erreichen. Ein Beispiel wäre ein Mischfonds der einen Anteil von 70% Rentenpapieren und max. 30% Aktien (zur Beimischung) enthält.

Aktienfonds

In einem Aktienfonds bündelt die Investmentgesellschaft eine Vielzahl von Aktien. Diese Aktien sind oftmals Standardwerte, z.B. Aktien der größten deutschen Unternehmen oder der größten europäischen Unternehmen. Bei den genannten Investmentfonds haben Aktienfonds i.d.R. die größte Schwankungsbreite (Volatilität) und somit auch das höchste Risiko, aber auch die höchste Renditechance für den Anleger. 

Dachfonds

Ein Dachfonds ist eine Zusammenstellung von unterschiedlichen Anteilen verschiedener Fonds und Finanzinstrumenten. Durch die Verteilung der angelegten Gelder auf wiederum verschiedene Fonds wird bei dieser Fondsart eine noch breitere Risikostreuung vorgenommen.

Geldmarktfonds

Ein Geldmarktfonds legt das investierte Vermögen in Termin- und Tagesgelder sowie Geldmarktpapieren an. In der aktuellen Marktsituation ist bei dieser Fondsart nur mit geringen Erträgen zu rechnen. Das macht ihn meiner Meinung nach uninteressant für Anlagen im Wertpapierbereich.

Investmentfonds unterscheiden sich nicht nur nach der Art der enthaltenen Wertpapiere, sondern auch nach dem Land, der Region, dem Kontinent oder der Branche.

Fazit

Solltet ihr euch für eine Anlage in Investmentfonds entscheiden, gibt es unserer Meinung nach mehrere wichtige Aspekte:

 

  • Risikostreuung: Investiert nicht nur in einen Fonds, sondern versucht mehrere Fonds zu kombinieren. Eine Mischung aus einem Aktienfonds (höhere Rendite), einem Rentenfonds (mehr Sicherheit) sowie ein Mischfonds (von beiden etwas) macht zu Beginn eventuell Sinn. Weiterhin könnt Ihr diese Fonds nach der Geografie aufteilen (Idee: Aktienfonds Welt, Rentenfonds Europa, Mischfonds Deutschland).

 

  • Investiert euer Geld nicht sofort in einer Summe, sondern versucht es über monatliche Fondssparpläne bzw. einer Kombination aus Einmalanlage mit Fondssparplan anzulegen. Hierbei besteht die Möglichkeit sich bei schwankenden Kursen einen günstigeren durchschnittlichen Einstiegspreis zu sichern und von eventuellen späteren Kursanstiegen stärker zu profitieren.

 

  • Solltet ihr noch keinerlei Erfahrungen mit Wertpapieren gesammelt haben, ist ein Investmentfonds sicherlich die optimalste Möglichkeit zum Einstieg. Probiert es aber nicht auf eigene Faust, sondern lasst euch hierzu von eurem Sparkassen- oder Bankberater Empfehlungen, die zu euren eigenen finanziellen Möglichkeiten und eurer Risikobereitschaft passen, geben.

 

Ansonsten können wir euch nur viel Spaß wünschen und hoffen Ihr seid beim nächsten Teil wieder dabei.