Wertpapiere für Anfänger - ETFs

Die Niedrigzinsphase hält mindestens noch bis ins Jahr 2017 an, da sind sich die Experten einig. Doch was kann man dagegen tun? Männerwerkzeug.de hat dir bereits mit den vorhergehenden Artikeln der Reihe "Wertpapiere für Anfänger" einige Optionen aufgezeigt,  wie du dich gegen niedrige Zinsen und Inflation wehren kannst. Weiter geht's mit Teil 4 der Reihe!

Die sogenannten ETFs also Exchange Traded Funds haben im letzten Jahrzehnt die Finanzwelt gezeichnet. Die ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Ein Exchange Traded Funds hat das Ziel „seinen“ Index möglichst genau abzubilden.

Als Index bezeichnet man in der Finanzwelt ein Instrument zur Darbietung von Preis- und Marktbewegungen bei Wertpapieren und anderen Waren. Typische Beispiele aus der Finanzwelt sind DAX, EuroStoxx50 oder Dow Jones.  ETFs zeichnen sich insbesondere durch sehr geringe Kosten aus. Die Kostenersparnis ergibt sich durch ein Minimum an Handelskosten, Ausgabeaufschlägen, Rücknahmekosten sowie Verwaltungsgebühren.

Ein weiterer wichtiger Fakt ist die hohe Flexibilität. Die Handelbarkeit von ETFs an der Börse ermöglicht dem Anleger schnellstmöglich auf aktuelle Marktveränderungen zu reagieren. Wie schon in den Artikel Wertpapiere für Anfänger – Investmentfonds beschrieben, ist das A und O eines erfolgreichen Depots die Risikostreuung (auch Diversifikation genannt). Wer bereits Erfahrungen mit Wertpapieren gesammelt hat und sich zutraut ohne seinen Bank- oder Sparkassenberater selber mit Wertpapieren zu handeln, für den sind ETFs eine echte Alternative zu Investmentfonds. Da ein ETF einen gesamten Markt abbilden kann, besteht hier für den Anleger die Möglichkeit mit nur einer Anlage eine breite Risikostreuung zu erzielen.

Natürlich hält ein ETF als Wertpapier auch wieder Risiken parat. Hier gelten die typischen Risiken einer Fondsanlage. Neben den ETFs gibt es noch ein weiteres interessantes Produkt in dieser Wertpapiergattung – die ETCs. Hierbei handelt es sich um Exchange Traded Commodities – also Rohstoffe. ETCs bieten den Anlegern dieselben Vorteile wie ein ETF. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei einem ETC das Emittentenausfallrisiko besteht, da der ETC in Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten (= Herausgeber eines Wertpapiers) direkt investiert und nicht wie ein ETF ein Sondervermögen bildet. Zur Beimischung in einem gut strukturierten Depot eignen sie sich jedoch alle mal!