USA Westküste - Es geht los!

Um 3:00 Uhr sind wir schon wieder auf den Beinen, bereiten Frühstück und Reiseproviant vor. 4:36 Uhr geht der Zug. Dreiviertel 4 werden wir von einem Freund abgeholt. So früh am Bahnhof haben wir niemanden erwartet. Doch im Zug bekommen wir geradeso noch zwei Plätze. Der gesamte Zug ist vollbesetzt mit Nachtschwärmern, die von der Party nach Hause wollen. An unserer Station wollen natürlich auch alle raus. Wir müssen umsteigen in den IC. Wir sind die ersten und können unsere Koffer in Ruhe verstauen und uns einen guten Platz aussuchen. Feinliebchen sucht wieder die Reisedokumente ab – Zugkarte, Flugtickets, Voucher – alles da. 

07:50 Uhr trudeln wir am Flughafen in Frankfurt ein. 10:30 Uhr geht der Flieger. Am Check-In-Schalter erwartet uns eine lange Schlange. Wir erhalten eine kleine weiße Karte in englisch sowie wenig später auch in unserer Sprache. Bei der Karte handelt es sich um das sogenannte APIS-Formular (Advance Passenger Information System) bzw. Zolldokument. Weitere Informationen bietet diese Internetseite.

Neben den APIS-Formular erhalten wir auch das Angebot am nächsten Tag zu fliegen, da der Flug überbucht ist. Erschreckte Gesichter. Überbucht, was heißt das? Bis zum Boarding erhöhen sich die finanziellen Angebote, doch bitte einen Tag später in die USA zu fliegen. Hätten wir kein straffes Zeitprogramm, hätte uns das Angebot doch fast gelockt. Aber wir haben Glück und dürfen unsere Reise antreten und sitzen auch noch nebeneinander. Kaum auf den Sitzplätzen angekommen, checken wir das Filmprogramm. Die Auswahl ist riesig und nicht alles ist zu schaffen. Während ich zwischendurch tief in mich gehe, hat Feinliebchen einen Filmmarathon eingelegt.

Dann endlich die Landung in Philadelphia. Leider bleibt es uns nicht erspart. Wir müssen uns dem Einreiseprozedere hingeben. Das heißt Schlange stehen. Als wir endlich an der Reihe sind, dürfen wir nur Einzeln zu der Passkontrolle vortreten. Feinliebchen macht den Anfang. Dann bin ich dran. So werden wir nach dem Grund unserer Reise gefragt, Fingerabdrücke und ein Bild werden gemacht. Auch werden wir gefragt, ob wir Nahrungsmittel dabei haben. Ich zeige artig mein von Feinliebchen als Reiseproviant vorbereitetes und angeknabbertes Brötchen vor. Der Beamte gibt mir meine Papiere wieder und markiert mein Einreisedokument mit einem Roten „F“. Feinliebchen erzählt mir ganz aufgeregt, dass er sie auch nach Essen gefragt hat. Da ihr das Wort für Kekse nicht eingefallen ist, hat SIE ihm knallhart ins Gesicht gelogen und einfach behauptet, dass sie nix dabei hat. SIE!! Einfach gelogen. Aber gut. Wir schauen uns orientierungslos um, da wir nicht wissen, wie es jetzt weitergeht. Wir entdecken zwei Mitarbeiter vom Flughafen hinter einem kleinen Tresen. Wir zeigen unsere Zolldokumente vor und fragen, wo wir hinmüssen. Erst jetzt bemerken wir, dass Feinliebchen kein „F“ auf ihren Dokumenten hat. Sie wird nach links und ich nach rechts geschickt.

Während Feinliebchen weiteren Zollmitarbeitern ihre Einreisedokumente vorlegt, muss ich mein Handgepäck und mein Brötchen durchleuchten lassen. Das Brötchen landete im nächsten Mülleimer und ich wieder bei meinem Feinliebchen. Im Nachhinein haben wir Reiseberichte gelesen, wo welche für einen eingeführten Apfel eine dicke Strafe zahlen mussten. Auch mal eine Sache, die Feinliebchen nicht beachtet hat. Für die nächste Reise gibt es keinen Reiseproviant mehr.

Nachdem wir unsere Koffer in Empfang genommen haben, stellt sich wieder die Frage, wie es weitergeht. Es folgt ein großer Tresen mit vielen freundlichen Damen. Diese schicken uns einen langen Gang entlang. Völlig orientierungslos laufen wir in diese Richtung und treffen auf eine weitere Dame, die vor drei abgesperrten Wegen steht. Wir erfragen uns wieder den Weg. Sie weist uns durch einen der Gänge und man fühlt sich immer mehr in einem Labyrinth aus unendlichen Wegen. Doch unserer endet schon nach wenigen Metern vor einem Fließband. Ein Mann nimmt uns die Koffer ab und schickt uns einen weiteren Gang weiter. Feinliebchen schaut ratlos und wir beide hoffen, dass dieses Fließband auch wirklich für unsere Koffer bestimmt war. Das werden wir dann in San Francisco sehen. Das Boarding geht schnell und schon sitzen wir wieder im Flugzeug. Hätte ich doch nur mal das Brötchen aufgegessen, denn es wird tatsächlich nur etwas zu trinken verteilt. Kein Essen! Gott sei Dank hat Feinliebchen ja die gesamte Zollbehörde hinters Licht geführt und so konnten wir unseren Hunger an Keksen und Crackern stillen.

 

Um 19:30 Uhr landen wir in San Francisco und müssen ziemlich lange auf unsere Koffer warten. Während wir so warten, stellt sich die Frage, wie wir jetzt zu unserem Hotel kommen. Ich hätte nix dagegen einzuwenden, mit den preiswerten öffentlichen Verkehrsmitteln in Hotelnähe zu fahren und von dort aus zu laufen. Feinliebchen ist unsicher und überredet mich zu den teureren Transferbussen. Zumindest setzen sie uns direkt vorm Hotel ab, Kostenpunkt 36 $ für uns beide, die wir Bar bezahlen.

 

 

Gegen halb 10 konnten wir endlich in unserem ersten Hotel einchecken. Das The Good Hotel in der 7th Street liegt direkt gegenüber von einem Subway. Wir konnten noch unseren Hunger stillen, bevor wir unsere erste Nacht so weit weg von zu Hause verbringen. 

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