USA Westküste - Ein Reisebericht

Fote: Yosemite National Park
Fote: Yosemite National Park

"Ich mach mit dir ´ne Traumreise, indem ich den Globus dreh´ und mit dem Finger drauf zeige!"(Massive Töne – Traumreise)

 

Die Traumreisen sollten für uns ein für alle Mal vorbei sein! Wir hatten Fernweh und das nicht zu knapp. Am Strand liegen und Sonne tanken, das reicht einfach nicht mehr. Irgendetwas fehlt. Also ab ins Reisebüro und...ja und, wohin? Irgendwann kam das Thema Amerika auf. Ja, da wollen wir hin! Doch damit ist der Streit der Geschlechter vorprogrammiert. Ich will den Westen sehen, da hat man im Freundes- und Familienkreis schon Erfahrungen. Sie will den romantischen Süden. Und New York sollte man doch auch unbedingt sehen?! Oh Gott, wo soll man da anfangen und aufhören? Am Ende lässt sich meine bessere Hälfte erweichen und der Westen kann geplant werden. Um eines noch vorwegzunehmen, die Reise für die Ostküste ist auch schon geplant und meine Freundin kriegt ihren Willen mit New York und ein bisschen romantischen Süden in einem Paket.

Planung und Buchung

Foto: Route des Roadtrips
Foto: Route des Roadtrips

USA – Yes we can!! Während ich aufgeregt die Route studiere, fängt sie an und konzentriert sich auf Recht und Gesetz. Geduldig lausche ich immer mal den sorgenvollen Klängen: „DAS dürfen wir aber nicht!! - DA müssen wir ganz genau aufpassen! - Und bloß nicht an öffentlichen Plätzen rauchen!“ Ach ja, das wird noch interessant.

Ganz gewiss ist es eine große Reise und ganz neue Erfahrung, die wir da machen werden. Sollen wir alles im Voraus buchen oder wie auch schon im Bekanntenkreis gemacht, auf gut Glück vor Ort einen Schlafplatz suchen. Meine bessere Häfte kriegt Schnappatmung, als sie hört „auf gut Glück!“ Nein, das will sie nicht und ich kann ihre Bedenken auch irgendwo verstehen. Planung ist für sie alles und wo sie schläft, will sie schon wissen. Ok, ich auch. Aber das soll nicht das Problem unserer Reise werden.

Es gibt viele Wege, die USA zu entdecken. Selber mit dem Auto oder dem Wohnwagen oder eine geführte Busreise. Auch eine Zugreise kann sehr entspannend sein. Wählt man eine vorgefertigte Reise aus dem Katalog oder sucht man sich seine eigenen Eckpunkte - das muss jeder für sich selber entscheiden. Im Vorfeld sollten aber gewisse Eckpunkte feststehen. Und auch geführte Busreisen aus dem Katalog können zu dem gewünschten Ziel führen.

Wir haben uns aber dafür entschieden, die Tour komplett auf eigene Faust mit dem Auto zu machen. 

Gut für uns, dass wir unsere persönliche Reisebürofee haben. Sie beruhigte unsere Nerven sehr. Sie hat selber einige USA-Erfahrungen und steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Im Nachhinein ist es auch besser, wenn man sich für ein solches Vorhaben einem Reisebüro anvertraut. Dabei ist darauf zu achten, dass die Person, die einem Tipps gibt, bereits eigene Erfahrungen hat und nicht nur von theoretischen Reiseerfahrungen anderer Kunden spricht.

Wichtig ist im Vorfeld festzulegen, worauf der Focus der Reise gelegt werden soll. Der Westen bietet eine Vielzahl von interessanten Städten sowie eine atemberaubende Natur. Um möglichst viele Highlights auf der Reise zu haben, müssen hier natürlich Kompromisse geschlossen werden. Die Reise ist auf den 1. - 22. Mai 2014 gebucht.

Die Flüge haben wir auch gleich für 878,00 € p.P. von Frankfurt nach San Francisco gebucht. Der Zeitpunkt der Buchung der Flüge ist sehr wichtig. Mit endgültigem Entschluss für eine USA-Reise sollten die Flüge als erstes gebucht werden. Wir waren eigentlich schon zu spät dran und haben sicherlich einige 100 € verschenkt. Ein Direktflug wäre noch mal deutlich teurer gewesen, daher haben wir auf dem Hinflug das Einreiseprozedere in Philadelphia und auf dem Rückflug den Aufenthalt in Charlotte in Kauf genommen.

Mietwagen während der Rundreise - Chevrolet Captiva
Mietwagen während der Rundreise - Chevrolet Captiva

Für die lange Strecke wählten wir einen Midsize-SUV für 675,00 € für die gesamte Reisedauer und haben diesen auch über unser Reisebüro gebucht. Beim Mietwagen ist prinzipiell darauf zu achten, dass alle Mitreisenden auch fahren dürfen. Gegebenenfalls sind diese hinzu zu buchen. Für eine Strecke, die mehr als 4.000 Kilometer abfordert, sollte auch nicht auf den nötigen Komfort (Klimaanlage, Tempomat etc.) verzichtet werden. Ein Navi mit USA-Karten sollte auf jeden Fall auch mitgenommen bzw. hinzugebucht werden. 

Da wir nichts dem Zufall überlassen, sitzen wir ab Januar regelmäßig vor ausgebreiteten Karten und Büchern, Erfahrungswerten und jeder Menge Broschüren. So beschäftigen wir uns intensiv mit jeder einzelnen Station unserer Reise. Wir nutzen die Reisebücher und Google-Maps um die einzelnen Entfernungen und Stationen festzulegen. Am Ende ist jeder zufrieden und eine Reise mit irre vielen Zwischenstationen ist geplant. Eine gute Vorplanung ist schon alleine deshalb wichtig, um sich im Vorfeld mit der Reise und allem Drum und Dran zu beschäftigen. Kopfmäßig waren wir schon mal da und die Anspannung und Vorfreude auf die Reise steigt. An dieser Stelle ist der Reiseführer von Hans R. Grundmann und Isabel Synnatschke „USA der ganze Westen – Das Handbuch für individuelles Entdecken“, sehr zu empfehlen. Mit viel Witz, Charme und einer Menge Erfahrungen haben uns die zwei durch den Westen geführt. Einige Geheimtipps wären uns ohne die Beiden wohl entgangen. Außerdem ist eine Vorplanung auch wichtig, um vor Ort nicht den Überblick zu verlieren und nicht von A nach B nach C zurück zu B weiter zu C und wieder zurück zu A zu reisen. Eine gewisse Linie sollte schon bestehen.

An dieser Stelle ist die Arbeit für die Vorbereitung getan und wir stellen die erste Liste zusammen, wann was bezahlt und gebucht werden muss. Bei einer (fast) selbst zusammengestellten Reise ist es sehr wichtig den Überblick zu behalten. Da wir mit unserer Reisefee viel getüfftelt haben, sind auch viele verschiedene Reiseanbieter mit involviert. Alleine unsere Reisebausteine für die Hotels sind bei Neckermann, DerTour, Tui und FTI verteilt. Jeder hat andere Anzahlungsmodalitäten und auch die Zeiten für An- und Restzahlung verteilen sich über den gesamten Januar und April. Daher sollte man sich die Termine bspw. im Handy notieren.

Der erste aufregende Moment war, als wir uns gemeinsam mit dem Thema der Einreise beschäftigten. Wir wussten, dass wir uns bei dem ESTA-Programm anmelden müssen. Es gibt auch Reisebüros, die die ESTA-Anmeldung für ihre Kunden übernehmen, aber wir dürfen selber ran. Aufgrund dessen haben wir uns ausführlich belesen und festgestellt, dass der Reisepass nur für die Zeit der Reise gültig sein muss. Wer ähnliche oder andere Fragen hat, kann sich unter der offiziellen Seite informieren.

Die Anmeldung beim ESTA-Programm ist einfacher, als es auf den ersten Blick aussieht. Jedoch sei hier gewarnt, dass es viele Drittanbieterseiten gibt und man ganz genau darauf achten sollte, bei der offiziellen Internetseite seine Kontodaten einzugeben. Da wir mittlerweile in den Vorbereitungen für die zweite USA-Reise stecken und wir nun noch mal das Anmeldeformular ausfüllen müssen, wissen wir, dass jetzt noch mehr Daten abgefragt werden. U.a. sind jetzt Fragen zum Arbeitgeber dabei. Wir füllen alle notwendigen, also mit Sternchen hinterlegten, Daten aus und warten auf die Rückmeldung. Spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt sollte jeder dieses Verfahren hinter sich gebracht haben. Für die ESTA ist, wie bereits erwähnt, ein gültiger Reisepass notwendig. Die Beantragung des Reisepasses dauert in der Regel 4-6 Wochen. Also rechtzeitiges beantragen, sichert die rechtzeitige ESTA-Anmeldung. Erfahrungsgemäß kommt die Rückmeldung nach einigen Minuten. Damit ist die Einreise genehmigt. Ausdrucken muss man den ESTA-Eintrag nicht, da diese gespeichert werden. Wir haben einen Ausdruck zu unseren Reiseunterlagen gelegt. Die ESTA-Anmeldung kostet    14 $.

Foto: Grand Canyon Nationalpark
Foto: Grand Canyon Nationalpark

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Kommentare: 1
  • #1

    Andreas Roth (Samstag, 30 Mai 2015 15:32)

    Wir haben den gleichen Trip geplant. Flug und Auto sind schon gebucht die Route steht auch soweit. Sind gerade am Übernachtungen schauen!