USA Westküste - Ein Reisebricht, die Fortsetzung

Sonnenuntergang im Julia Pfeiffer Burns State Park
Sonnenuntergang im Julia Pfeiffer Burns State Park

Nachdem der erste Teil unserer Amerikareise mit vielen Likes mehr als gut bei Euch angekommen ist, möchten wir euch nun die Fortsetzung präsentieren. Vielleicht ist wieder der ein oder andere Tipp oder eine Impression für euren bevorstehenden Urlaub dabei.

Führerschein, Kreditkarte und Bargeld

Für die Autoreise in den USA ist ein internationaler Führerschein zu empfehlen. Wir haben ihn auf der ersten Reise nicht benötigt. Aber in vielen Internetforen wird darauf verwiesen, dass Polizeikontrollen sehr unterschiedlich verlaufen können. Und bei dem „richtigen“ Officer sollten alle möglichen Unterlagen da sein. Der internationale Führerschein wird auch bei der Stadtverwaltung beantragt, ist drei Jahre gültig und hat uns jeweils 15,00 € gekostet.

Eine weitere wichtige Karte für die Reise ist die Kreditkarte. Mit dieser Karte kann man (fast) überall bezahlen. Sogar Parkuhren sind mit einem Kartenschlitz ausgestattet. Man sollte darauf achten, dass genügend Geld auf dem abbuchenden (Giro-) Konto vorhanden ist und dass die Karte über ein ausreichend hohes Limit verfügt. Unsere Kreditkarte bietet uns zusätzlich eine Reiserücktritts- und -abbruchsversicherung sowie eine Auslandskrankenversicherung.

Foto: 17 Miles Drive
Foto: 17 Miles Drive

Für unsere erste Reise haben wir uns entschieden, 300 $ in bar mitzunehmen. Zum Einen fühlt es sich gut an, amerikanisches Geld in den Händen zu halten. Zum Anderen gibt es auch einiges, was man noch nicht mit der Zauberkarte bezahlen kann. Die Naturreservate 17-Miles-Drive und Point-Lobos müssen in bar bezahlt werden und Tickets im Bus sind auch in bar und passend, da die Busfahrer des öfteren nicht über Wechselgeld verfügen, zu entrichten. Doch für die nächste Reise werden wir nur noch die Hälfte in Bar mitnehmen. Wir mussten die Dollar bei unserer Bank vorbestellen, aber es gibt wohl auch Banken, die Dollarnoten vorrätig haben. Ansonsten hilft natürlich eine Barabhebung vor Ort um die richtigen Dollarnoten in der Hand zu halten.

ADAC Karte (AAA - Karte)

Wer im ADAC ist, sollte sich in jedem Fall kostenlos Kartenmaterial anfordern. Nach wenigen Tagen hat man einiges an Infomaterialien zu Hause, die nicht unbrauchbar sind. Neben allgemeinen Materialien zum Land, zu den Städten bzw. Bundesstaaten erhält man eine kleine Karte. Die AAA-Karte ist nicht nur Pannenhilfe, sondern man erhält bei Vorlage einige Vergünstigungen. Wer seine Reise auf eigene Faust bucht, sollte bei der Buchung der Hotels und des Mietwagens immer diese Karte vorzeigen oder sich im Vorfeld informieren, welche Hotels Vergünstigungen für AAA-Mitglieder geben. Wir haben bei allen Attraktionen (z.B. Warner Brothers, Dolby Theatre, Sea Life) diese Karte vorgezeigt, und bei vielen haben wir auch einige Prozente sparen können.

Attraktionen vorher buchen?

Nachdem nun die Route und ungefähre Anlaufstellen feststanden, stand die Überlegung im Raum, einige Attraktionen bereits im Vorfeld zu buchen. Da unsere Reise in San Francisco begonnen und geendet hat, wollten wir auf jeden Fall auf die Gefängnisinsel Alcatraz. Und da es ja ein mystischer Ort ist, wollten wir so spät wie möglich dort hin. Alcatraz unterscheidet in Tages- und Nachttour. Letztere sind sehr begehrt und wir wollten es nicht dem Zufall überlassen, ob wir vor Ort noch zwei Tickets erhalten. Eine Online-Buchung von Alcatraz-Tickets ist erst drei Monate im Vorfeld möglich. Die Buchung an sich ist aber kein Problem. Man bezahlt bequem mit Kreditkarte und druckt sich seine Tickets selber aus. Somit hat man keinen Stress vor Ort.

Foto: "Beans" im Antelope Canyon
Foto: "Beans" im Antelope Canyon

Eine weitere Attraktion, die uns durch unsere Reisefee empfohlen wurde, ist ein Besuch des Antelope-Canyon in der Nähe von Page. Der Canyon ist aufgeteilt in Upper und Lower Canyon und berühmt für die außergewöhnlichen sogenannten „Beans“ (Lichteinstrahlungen). Dieses Naturschauspiel wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. Unsere Reisefee hat uns die Tour für 11:30 Uhr empfohlen, da zu dieser Zeit die besten Lichteinstrahlungen zu sehen sind, weil die Sonne fast senkrecht über dem Canyon steht. Im Internet haben wir uns über die einzelnen Touren durch Upper und Lower Canyon informiert. Neben der ganz normalen Tour durch die Canyon, gibt es auch geführte Foto-Touren, dazu später mehr. Wir haben uns für die normale Touri-Tour entschieden und diese über unser Reisebüro gebucht. Ob es wirklich notwendig war, diese Tour vorab zu buchen, können wir selbst im Nachhinein nicht sagen. Zumindest hatten wir die Sicherheit zu dieser Zeit ein Ticket zu haben.

Kleidung und anderes Equipment

Da wir uns im Urlaub größtenteils komplett neu einkleiden wollten, durfte der Koffer nicht zu voll sein. Viele unserer Freunde haben uns den Tip gegeben, nur alte Klamotten mitzunehmen und sie in den USA wegzuwerfen. Weggeworfen wurde nichts, jedoch umso mehr an Bedürftige verschenkt. Wer durch den Westen reist, muss sich auf verschiedene Klimazonen gefasst machen. Vom windigen San Francisco über das warme Los Angeles und dem heißen Death Valley bis zum kühlen Yosemite Nationalpark. Somit sollte neben der kurzen Hose auch die Winterjacke eingepackt werden. Schließlich liegen, man mag es kaum glauben, manche Naturreservate auf einer Höhe von 2000 m ü. NN. und mehr.

Meine bessere Hälfte packt gerne so, dass zumindest in jedem Koffer eine Grundausrüstung des Anderen vorhanden ist, falls ein Koffer verloren geht. Auch Kopien für die Reisepässe werden in die Koffer und zu Hause verwahrt. Beim Packen sollte man darauf achten, welche Dinge in das Handgepäck sollen. Reiseunterlagen gehören definitiv Griffbereit in das Handgepäck.

Wir haben uns einen Camcorder ausgeliehen. Denn neben den vielen Fotos soll uns auch später ein Urlaubsvideo an unsere große Reise erinnern. Wir haben für Kamera und Camcorder mehrere SD-Karten und auch Akkus dabei. Notwendig sind auch Steckdosen-Adapter, da man sonst in die amerikanischen Steckdosen wie ein Schwein ins Uhrwerk schaut. Wir haben gleich drei Adapter eingepackt, um im Notfall Handy, Kamera und Camcorder zur selben Zeit laden können.

Zum Schluss möchten wir euch nochmal die schönsten Impressionen unserer Reise in einer kleinen Fotostrecke zeigen.

 

Viel Spaß damit!